Schul-Hofflohmarkt 2019

Stadtmeisterschaft im Fußball 2019

Unsere Mannschaft holte den 1. Platz:

Herzlichen Glückwunsch!!!

Stadtmeisterschaften Tischtennis 2018

Stadtmeisterschaft Kölner Förderschulen Tischtennis
Unsere Mannschaft holt den zweiten Platz!

Schülerinnen und Schüler

Die Kinder und Jugendlichen unserer Schule

Die Kinder und Jugendlichen, die in unsere Schule kommen, haben meist große Schwierigkeiten, Leid und Misserfolg in ihrer bisherigen Schule erfahren oder kommen mit sehr auffälligem Verhalten aus Frühförderzentren bzw. integrierten Kindertagesstätten zu uns. Häufig bedürfen sie vielfältiger Zuwendung und Unterstützung, die ihnen ihre bisherigen Schulen nicht bieten können. Auch einige Kinder, die „irgendwie anders sind“ mit vielfältigen Varianten autistischer Störungen besuchen unsere Schule. Sie zeigen besondere Auffälligkeiten in der Motorik (z.B. stereotype Bewegungen), Sprache (z.B. fehlende Sprachmelodie), Kommunikation (z.B. unanpassende Wahl des Gesprächsthemas), eingeschränktes Sozial- und Kontaktverhalten (z.B. wenige Spielkontakte oder extreme Verweigerungshaltung), fehlendes Gestenverständnis und Imitationsverhalten, Unter- oder Überempfindlichkeit der Sinnesorgane, Spezialinteressen / Spezialbegabungen.

 

Beispiele
Damit man sich ein Bild von unseren Schülern und Schülerinnen machen kann, haben wir nachfolgend exemplarisch 3 Schüler und 3 Schülerinnen beschrieben. Die Namen der Schüler sind frei erfunden!

 

Andreas, 6 Jahre, 1. Schuljahr
Andreas war während seiner ersten Lebensjahre oft im Krankenhaus, deshalb hat er viele Dinge wie zum Beispiel Laufen und Sprechen erst später gelernt. Auch bei seiner Einschulung in die Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung hat er den Entwicklungstand gleichaltriger Kinder noch nicht erreicht. Wir können ihm zur Überwindung seiner Lern- und Entwicklungsrückstände im körperlichen und sozialen Bereich eine kleine Lerngruppe bieten. Hier werden ihm gezielte Übungen zur Körperwahrnehmung und -koordination, Sprach- und Konzentrationsübungen, sowie Raum und Anleitung zum Probehandeln im sozialen Miteinander geboten.


Tina, 7 Jahre, 2. Schuljahr

Tina wurde nach einem mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt seit ihrem 4. Lebensmonat in einer Pflegefamilie aufgenommen, da ihre Eltern mit der Sorge und Erziehung überfordert waren. Tina besuchte den Regelkindergarten erst mit 4 Jahren und dann auch sehr unregelmäßig, da sie häufig krank war. Auffällig war besonders, dass sie überhaupt nicht auf Ansprache reagierte, alles verweigerte und viel schrie. Ein Kindergartenwechsel brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auch dort zeigte sich ihre massive Verweigerungshaltung, ihr fehlendes Interesse am gemeinsamen Spiel und ihr extremes Zerstören von Spielsachen. Mit 5 Jahren wurde Tina von den Pflegeeltern beim Autismustherapiezentrum angemeldet. Tina konnte im 2. Schuljahr an unserer Schule wechseln. In einer besonders kleinen Lerngruppe lernt sie inzwischen durch klare Strukturen und einer angebahnten Beziehungsaufnahme zu ihrer Klassenlehrerin, ihre eigenen Bedürfnisse und Emotionen angemessener auszudrücken und ihr regressives Verhalten zu reduzieren.

Stefan, 9 Jahre, 3. Schuljahr
Stefan wirkt in seinen Bewegungen ungeschickt. Beim Fußballspielen und Klettern kann er nicht gut mit seinen Spielkameraden mithalten. In der Schule hat er Schwierigkeiten - obwohl er sich sehr anstrengt - Buchstaben in der richtigen Form zu schreiben. Aber Stefan ist sehr intelligent und nimmt seine Andersartigkeit im Vergleich zu seinen Mitschülern deutlich wahr. Dadurch ist er frustriert und hat gelernt: »Anstrengung lohnt sich nicht, ich werde doch keinen Erfolg haben«. Er beginnt, den Unterricht zu verweigern und provoziert seine Klassenkameraden durch seine körperliche Stärke. Stefan entwickelt sich zum »Schläger«. Hier beginnt unsere Arbeit.

Esma, 10 Jahre, 4. Schuljahr
Esma hatte von Beginn des 1. Schuljahres in der Grundschule große Schwierigkeiten, sich in die Klassengemeinschaft einzufügen und vereinbarte Regeln einzuhalten. Sie versuchte immer wieder, die Aufmerksamkeit der Lehrer/innen und ihrer Mitschüler durch übersteigerte Verhaltensweisen auf sich zu lenken. Sie verlor bei Auseinandersetzungen mit Klassenkameraden die Beherrschung und verletzte andere Schüler verbal und körperlich. Auch zeigte sie gegenüber Lehrpersonen keinen Respekt. In dieser Zeit war Esmas familiäre Situation sehr instabil. Ihre Mutter war plötzlich allein erziehend und schwanger. Der Vater war für Esma auf einmal nicht mehr da. Als Esma nach dem 2. Schuljahr in unsere Schule kam, brauchte sie viel Unterstützung und Zuwendung, um wieder Vertrauen in die Verlässlichkeit von Bezugspersonen zu entwickeln. Esma benötigt noch viel Unterstützung, Konflikte angemessen zu klären.

Sandra, 10 Jahre, 4. Schuljahr

ist während ihrer Schullaufbahn zweimal umgezogen und hat mehrere Schulwechsel hinter sich. Ihre Mutter versorgt als Alleinerziehende neben Sandra noch ein jüngeres Geschwisterkind. Tagsüber arbeitet sie, um die Familie zu versorgen. Sandra wirkt motorisch unkoordiniert und verträumt. Häufig stößt sie etwas um oder lässt Dinge fallen. Im Schulgebäude kann sie sich schwer orientieren. Bei der Erledigung von Aufgaben oder dem Packen ihrer Sachen scheint sie zu trödeln oder in eine eigene Phantasiewelt zu versinken. In ihrer alten Klasse kam Sandra im Stoff nicht mehr mit. Auf ihre Mitschülerinnen und Mitschüler wirkte sie ›seltsam‹ und wurde schnell zur Außenseiterin. Auffällig wurde Sandra durch Diebstähle, Lügengeschichten und handgreifliche Auseinandersetzungen mit Mitschülern. Als Sandra an unsere Schule kommt, traut sie sich wenig zu, hält sich selbst für ›schlecht‹ und reagiert auf Anforderungen oft mit Verweigerung und Trotz.

 

Peter, 16 Jahre, 10. Schuljahr
Peter kam mit 6 Jahren aus Polen nach Deutschland. In der Grundschule wurden seine mangelnden Deutschkenntnisse auf geringe Intelligenz zurückgeführt. Peter fühlte sich missverstanden und wurde wütend und aggressiv. Nach der Umschulung in die Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung fühlte er sich durch die persönliche Ansprache wieder angenommen und verstanden. Seine Defizite im Sprachbereich konnte er durch eine individuelle Förderung schnell aufarbeiten. Sein Verhalten »normalisierte« sich wieder. Er verließ die Schule mit dem Hauptschulabschluss und konnte eine Lehre beginnen.